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Video: Ecofair Media - Gutes Essen für Alle
"ALBTRAUF" – Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg (EcoFair Media)
"Reichtum" - David Schittek (EcoFair Media)
"Our Daily Bread" – Pavel Ruzyak (EcoFair Media)
"Ackerbunt" – Jakob Fuhr, Christine Anas, Elisabeth Weydt (EcoFair Media)

CAP Reform

Zusammen mit den USA ist die EU der weltweit größte Agrarexporteur. Der Agrarmarkt in der EU ist gesättigt, und die europäische Landwirtschaft produziert seit vielen Jahren Überschüsse, vor allem von Milch und Fleisch. Mit Hilfe von Subventionen werden sie künstlich verbilligt und ins Ausland exportiert. Damit leisten sie keinen Beitrag zur Ernährungssicherung, sondern zerstören die Existenz von Produzenten in den Zielländern, die mit den hochsubventionierten Produkten nicht konkurrieren können. Diese Exportsubventionen – ob direkt oder indirekt - müssen bei der anstehenden Reform der EU-Agrarpolitik eingestellt werden, um die Existenz von Millionen von Kleinbauern zu sichern. Stattdessen sollte die EU umweltschonende und die im Vergleich zur industriellen Agrarproduktion arbeitsintensivere bäuerliche Landwirtschaft fördern, um das hierzulande ebenfalls um sich greifende „Bauernsterben“ aufzuhalten. Der Aberwitz der EU-Agrarpolitik wird auch anhand der Agrareinfuhren deutlich: Auf 35 Millionen Hektar Ackerland werden Produkte angebaut, die dann in die EU importiert werden. Der größte Posten ist Soja, das für die Fütterung in der Massentierbetrieben der EU importiert wird, aus denen Milch und Fleisch für den subventionierten Export kommen.
Noch nie wurde so viel Mineraldünger verwendet wie heute. Dabei ist gerade der Mineraldünger wegen seiner negativen Wirkungen auf Boden und Umwelt das Betriebsmittel mit der wohl geringsten Nachhaltigkeit. Die ökologischen und ökonomischen Signale hierfür sind eindeutig - deshalb kommt es auf ein strategisches Umdenken in der Agrarpolitik an.
Der zollfreie Export von Zucker aus Kambodscha in die EU erweckte die Hoffnung, zur Armutsbekämpfung beitragen zu können. Doch statt der kambodschanischen Landbevölkerung profitieren ausländische Zuckerkonzerne von der Zollfreiheit, indem sie sich Land zu eigen machten.
Die Medien haben in den vergangenen Tagen vermehr über den EU-Indien-Gipfel berichtet. Wir haben einige interessante Links zusammengestellt.
Diskussionspapier des EcoFair Trade Dialogs von Armin Paasch
Die Europäische Union treibt mit subventionierten Agrarexporten afrikanische Bauern in den Ruin. Deshalb müssen diese Länder mehr Lebensmittel importieren. Wenn dann die Weltmarktpreise steigen, hungern die Armen. Neue Freihandelsabkommen werden diese Probleme verschärfen.
Beim EU-Indien-Gipfel am 10. Februar steht erneut das Freihandelsabkommen auf der Agenda. Zu einer Einigung wird es vermutlich nicht kommen, denn die Vorstellungen der beiden Partner klaffen zu weit auseinander.
MISEREOR und Heinrich-Böll-Stiftung warnen: Geplantes Handelsabkommen bedroht Recht auf Nahrung in Indien
Das EU-Indien-Freihandelsabkommen gefährdet die Ernährungssicherheit in Indien