CAP Reform
Zusammen mit den USA ist die EU der weltweit größte Agrarexporteur. Der Agrarmarkt in der EU ist gesättigt, und die europäische Landwirtschaft produziert seit vielen Jahren Überschüsse, vor allem von Milch und Fleisch. Mit Hilfe von Subventionen werden sie künstlich verbilligt und ins Ausland exportiert. Damit leisten sie keinen Beitrag zur Ernährungssicherung, sondern zerstören die Existenz von Produzenten in den Zielländern, die mit den hochsubventionierten Produkten nicht konkurrieren können. Diese Exportsubventionen – ob direkt oder indirekt - müssen bei der anstehenden Reform der EU-Agrarpolitik eingestellt werden, um die Existenz von Millionen von Kleinbauern zu sichern. Stattdessen sollte die EU umweltschonende und die im Vergleich zur industriellen Agrarproduktion arbeitsintensivere bäuerliche Landwirtschaft fördern, um das hierzulande ebenfalls um sich greifende „Bauernsterben“ aufzuhalten. Der Aberwitz der EU-Agrarpolitik wird auch anhand der Agrareinfuhren deutlich: Auf 35 Millionen Hektar Ackerland werden Produkte angebaut, die dann in die EU importiert werden. Der größte Posten ist Soja, das für die Fütterung in der Massentierbetrieben der EU importiert wird, aus denen Milch und Fleisch für den subventionierten Export kommen.