Neuigkeiten

Menschenrechte in der EU-Handelspolitik – Zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Link-Sammlung zum EU-Indien-Gipfel
EU-Indien-Gipfel mit Drohgebärden
Pressemeldung zum EU-Indien-Gipfel
Studie: Recht auf Nahrung - Folgenabschätzung des EU-Indien-Freihandelsabkommen

CAP Reform

Zusammen mit den USA ist die EU der weltweit größte Agrarexporteur. Der Agrarmarkt in der EU ist gesättigt, und die europäische Landwirtschaft produziert seit vielen Jahren Überschüsse, vor allem von Milch und Fleisch. Mit Hilfe von Subventionen werden sie künstlich verbilligt und ins Ausland exportiert. Damit leisten sie keinen Beitrag zur Ernährungssicherung, sondern zerstören die Existenz von Produzenten in den Zielländern, die mit den hochsubventionierten Produkten nicht konkurrieren können. Diese Exportsubventionen – ob direkt oder indirekt - müssen bei der anstehenden Reform der EU-Agrarpolitik eingestellt werden, um die Existenz von Millionen von Kleinbauern zu sichern. Stattdessen sollte die EU umweltschonende und die im Vergleich zur industriellen Agrarproduktion arbeitsintensivere bäuerliche Landwirtschaft fördern, um das hierzulande ebenfalls um sich greifende „Bauernsterben“ aufzuhalten. Der Aberwitz der EU-Agrarpolitik wird auch anhand der Agrareinfuhren deutlich: Auf 35 Millionen Hektar Ackerland werden Produkte angebaut, die dann in die EU importiert werden. Der größte Posten ist Soja, das für die Fütterung in der Massentierbetrieben der EU importiert wird, aus denen Milch und Fleisch für den subventionierten Export kommen.

Events

Workshop zum Thema "EU-Indien Freihandelsabkommen: Für wen?" in New Delhi
Demo: Bauernhöfe statt Agrarindustrie am 21.Januar 2012
Pressekonferenz und Lobby Briefing in Berlin
Diskussionspapier des EcoFair Trade Dialogs von Armin Paasch
Die Medien haben in den vergangenen Tagen vermehr über den EU-Indien-Gipfel berichtet. Wir haben einige interessante Links zusammengestellt.
Am 8. Dezember 2011 fand im Europäischen Parlament die öffentliche Veranstaltung "Die Menschenrechte und das EU-Indien Freihandelsabkommen: Eine gemeinsame Konferenz" statt.
Die Europäische Union treibt mit subventionierten Agrarexporten afrikanische Bauern in den Ruin. Deshalb müssen diese Länder mehr Lebensmittel importieren. Wenn dann die Weltmarktpreise steigen, hungern die Armen. Neue Freihandelsabkommen werden diese Probleme verschärfen.
Beim EU-Indien-Gipfel am 10. Februar steht erneut das Freihandelsabkommen auf der Agenda. Zu einer Einigung wird es vermutlich nicht kommen, denn die Vorstellungen der beiden Partner klaffen zu weit auseinander.
MISEREOR und Heinrich-Böll-Stiftung warnen: Geplantes Handelsabkommen bedroht Recht auf Nahrung in Indien
Das EU-Indien-Freihandelsabkommen gefährdet die Ernährungssicherheit in Indien
Die Reform der EU-Agrarpolitik - Chance für einen klimapolitischen Paradigmawechsel?