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Kommentar: "Global Forum for Food and Agriculture" - Hier wächst zusammen, was nicht zusammen gehört
Fleischatlas - Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel
Zurück zu den Wurzeln
Landwirtschaft im Umbruch?
Im Reich der Sojabohne: Strukturwandel in der Landwirtschaft des Cono Sur am Beispiel Argentiniens

Agrarhandel

Der internationale Handel wird als Rückgrat der Weltwirtschaft betrachtet. Dass er sich positiv auf alle Beteiligten auswirkt, gilt als unumstößliche Wahrheit. Doch die konkreten Erfahrungen zeigen, dass in vielen Ländern ländliche Armut und Umweltzerstörung zunehmen. Kleinbäuerliche Produzenten in Nord und Süd verlieren den Zugang zu Land, Wasser, Saatgut – und Märkten. Biologische und kulturelle Vielfalt in der Landwirtschaft gehen verloren. Wenigen Gewinnern aus der Nahrungsmittelindustrie stehen viele Verlierer gegenüber, einschließlich der Konsumentinnen und Konsumenten. Die Abhängigkeit von Agrarimporten kann verheerende Auswirkungen haben. Etwa dann, wenn die Preise in die Höhe schnellen und Länder nicht mehr in der Lage sind, genügend Grundnahrungsmittel einzukaufen, um ihre Bevölkerung zu ernähren. Deshalb muss der Agrarhandel sozialen und ökologischen Kriterien untergeordnet werden.

Events

Internationale Konferenz: Agriculture in Transition - Strategien für ökologische und faire Investitionen in der Landwirtschaft
Workshop zum Thema "EU-Indien Freihandelsabkommen: Für wen?" in New Delhi
Demo: Bauernhöfe statt Agrarindustrie am 21.Januar 2012
Noch nie wurde so viel Mineraldünger verwendet wie heute. Dabei ist gerade der Mineraldünger wegen seiner negativen Wirkungen auf Boden und Umwelt das Betriebsmittel mit der wohl geringsten Nachhaltigkeit. Die ökologischen und ökonomischen Signale hierfür sind eindeutig - deshalb kommt es auf ein strategisches Umdenken in der Agrarpolitik an.
Die finanzmarktorientierte Landwirtschaft verdrängt in Argentinien mit immer größeren Anbauflächen traditionelle kleine und mittlere Agrarbetriebe. Die Vertreibung von Bauernfamilien und der Verlust der Versorgungsvielfalt sind nur zwei negative Folgen dieser exportorientierten Agrarpolitik.
In der Nahrungsmittelproduktion erleben wir derzeit eine ungeheure ökonomische Machtkonzentration. Es sind weltweit nur wenige Konzerne, die den Agrarsektor und die Nahrungsmittelindustrie beherrschen. Will die Politik Armut und Hunger nachhaltig bekämpfen, muss sie diesem Unlgeichgewicht entgegenwirken.
Die Preise für landwirtschaftliche Produkte werden weiter steigen, immer mehr Investoren wollen von den wachsenden Renditen profitieren, die Intensivierung der Landwirtschaft nimmt weiter zu. Um einen Wandel in der Landwirtschaft einzuleiten, müssen private wie öffentliche Gelder in sozial verträgliche und ökologisch nachhaltige Bahnen gelenkt werden.
Der zollfreie Export von Zucker aus Kambodscha in die EU erweckte die Hoffnung, zur Armutsbekämpfung beitragen zu können. Doch statt der kambodschanischen Landbevölkerung profitieren ausländische Zuckerkonzerne von der Zollfreiheit, indem sie sich Land zu eigen machten. Ansässige Familien wurden hierbei mit teilweise brutalen Methoden von ihrem Ackerland vertrieben.
Am 16. und 17. Januar 2013 diskutierten wir in der Stiftung unter dem Titel "Agriculture in Transition – zukunftsfähige Investitionsstrategien für den Agrarsektor".
Die Medien haben in den vergangenen Tagen vermehr über den EU-Indien-Gipfel berichtet. Wir haben einige interessante Links zusammengestellt.
Diskussionspapier des EcoFair Trade Dialogs von Armin Paasch